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Primarschule Turbenthal wächst schneller als die Gemeinde

Die Primarschule Turbenthal passt die Liegenschaftenstrategie dem nach wie vor rasanten Wachstum der Schülerzahlen an. Die ungleiche Entwicklung von Schülerzahlen und Steuererträgen erfordert dabei viel Flexibilität.

Innerhalb von 10 Jahren 36% mehr Kinder

Im Jahr 2010 hat die Primarschule vom Kindergarten bis zur 6. Klasse 331 Kinder unterrichtet. Im Schuljahr 20/21, das am 17. August 2020 startet, sind es bereits 472 Schülerinnen und Schüler. Die Primarschule Turbenthal hat in den letzten Jahren Schulraum erweitert und Schulhäuser saniert. Ab dem neuen Schuljahr werden 9 Klassen (+1) in der Schule Breiti-Risi, 6 Klassen in der Schule Hohmatt und je eine Klasse in Neubrunn Schmidrüti unterrichtet. Daneben werden auch dieses Jahr 7 Kindergartenklassen geführt.

Es zeigt sich nun, dass die Strategie, die Schulhäuser in den Aussenwachten auch in Jahren mit tieferen Schülerzahlen offen zu halten und somit auch das soziale Leben in den Dörfern zu stärken, richtig war. Beide Standorte sind wieder gut bis sehr gut ausgelastet und die Schulanlagen Breiti-Risi und Hohmatt hätten heute keine Kapazität, diese Kinder zusätzlich zu unterrichten.

Während die Schülerzahlen in den letzten 10 Jahren um 36% gestiegen sind, ist die Bevölkerung in Turbenthal lediglich um 18% gewachsen. Die Steuereinahmen haben sich jedoch nur unterdurchschnittlich entwickelt. Diese Konstellation, dass für den Ausbau der Infrastruktur investiert werden muss und gleichzeitig pro Kind weniger Geld zur Verfügung steht, ist eine grosse Herausforderung. Aus der Sicht der Primarschule wäre ein etwas gemächlicheres Wachstum der Gemeinde wünschenswert.

Beschaffung von Schülergeräten kommt an die Gemeindeversammlung

Der Einzug des Computers in alle Lebensbereiche, die alltägliche Nutzung des Internets, von modernen Kommunikationsmitteln und sozialen Medien sowie die permanente Erreichbarkeit durch Mobilgeräte haben unser Kommunikationsverhalten und unseren Umgang mit Informationen nachhaltig verändert. Die Schule hat gemäss Lehrplan 21 die Aufgabe, Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung von Urteilsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Medien zu unterstützen.

Damit diese Ziele mit allen Schülerinnen und Schülern an der Primarschule Turbenthal erreicht werden können, muss die aktuelle Informatikinfrastruktur grundlegend erneuert werden. Es ist schwer vorstellbar, wie die Primarschule Turbenthal die Coronakrise und den Fernunterricht gemeistert hätte, ohne die Geräte für die Lehrpersonen, welche im letzten Jahr, rückblickend gesehen, gerade noch rechtzeitig angeschafft wurden.

In einem nächsten Schritt werden nun im laufenden Jahr Schülergeräte angeschafft. Damit wird das vom Kanton geforderte Arbeiten mit Computern auf allen Stufen und Fächern ermöglicht. Über die Freigabe dieser Gelder wird die Gemeindeversammlung vom 7. September 2020 befinden. Die Primarschule Turbenthal wird die Eckpunkte des umfassenden Medien- und ICT-Konzepts an der Gemeindeversammlung erläutern. Die Phase vom Corona-Lockdown hat eindrücklich gezeigt, wie rasch Lehrpersonen und Kinder die neuen Technologien aufnehmen können.

 

Liegenschaftenstrategie

Gemäss den Auswertungen vom Statistischen Amt vom Kanton Zürich steigen die Geburtenraten weiterhin, insbesondere auch auf dem Land. Auch ohne weitere Zuzüge durch Bautätigkeiten ist in den kommenden Jahren mit mehr Kindern zu rechnen. Deshalb hat sich die Primarschulpflege entschieden, Eigenbedarf am «Bibliotheksgebäude» anzumelden und den Mietvertrag zu kündigen. Im Gebäude wird im Erdgeschoss ein Kindergarten eingerichtet und im Obergeschoss werden Büros und Besprechungszimmer für die Schulsozialarbeit untergebracht. Der längst am Ende seiner Lebensdauer angekommene Pavillon wird nach dem Umzug abgebrochen. Die Schulpflege hofft, dass der 40-jährige Pavillon auf der Schulanlage Breiti ohne grössere Investitionen noch so lange durchhält, bis der Umzug vorgenommen werden kann.

Damit die Bibliothek Gelegenheit hat, einen anderen Standort zu suchen, wurde der Kündigungstermin auf das Frühjahr 2022 festgelegt. Die Alternative zum Bezug der Primarschul-eigenen Liegenschaft wäre ein deutlich teurerer Neubau, den sich die Gemeinde nur schwer leisten könnte.

Im Falle, dass die vorhandene Anzahl Klassenzimmer nicht mehr ausreichen sollte, hat die Primarschulpflege bereits Pläne, wie damit umgegangen werden kann. Insbesondere die Schulanlage Hohmatt hat noch gewisse Kapazitäten. So könnten zum Beispiel im Dachgeschoss über der Turnhalle noch zwei Schulzimmer eingebaut werden. Ziel ist nach wie vor, dass vor einem Schulhausneubau, welcher sehr teuer wäre, bereits vorhandener Raum besser ausgenutzt wird.

Sanierung Bärenhüsli

Das Bevölkerungswachstum zeigt sich selbstverständlich auch bei der vor- und ausserschulischen Betreuung. Die Gemeinde ist für den Krippenbetrieb zuständig, während die Schule für ein Hortangebot verantwortlich ist. Gemeinde und Schule haben diese Aufgaben an den Verein Chinderhuus ausgelagert, welcher die Räume im Bärenhüsli an der Schulstrasse und im 1. Obergeschoss vom Bibliotheksgebäude von der Primarschule mietet.

Die Krippe ist im Bärenhüsli, einem ehemaligen Lehrerhaus der Primarschule, eingemietet. Die Fläche für den Krippenbetrieb ist zu knapp. Die wohl gut 50-jährige Küche ist für die steigenden Mahlzeitenzahlen bedeutend zu klein und im Kellergeschoss ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Wassereinbrüchen gekommen. Weiter entspricht das Gebäude nicht mehr den heutigen Brandschutzvorgaben. Das Gebäude muss daher nun dringend saniert werden.

Bildlegende: Das Bärenhüsli (links) soll 2021 saniert und mit
einem Schülerhort erweitert werden.
Rechts im Bild das Schulhaus Risi.

Der Kinderhort bietet für Kinder ab dem Kindergartenalter eine Betreuung für die Zeit ausserhalb der Schulzeiten und während den Ferien an. Aktuell werden im Hort und am Mittagstisch 51 Kinder betreut (zwischen 11 und 27 Kindern pro Tag). Durch einen Personalpool mit dem Krippenbetrieb können die unterschiedlichen Arbeitszeiten und Auslastungen ideal abgefedert werden.

Der Standort vom quirlig-lebendigen Hortbetrieb oberhalb der Gemeinde- und Schulbibliothek ist nicht ideal und führt regelmässig zu Irritationen bei Bibliotheksbesuchern. Die räumliche Distanz zum Bärenhüsli ist ebenfalls nicht optimal, da das Personal nicht gleich flexibel eingesetzt werden kann, aber auch der Mahlzeitentransport ist aufwändig.

Aus diesem Grund hat die Primarschulpflege ein Projekt zur Sanierung vom Bärenhüslis mit gleichzeitigem Anbau von Räumlichkeiten für den Hort ausgearbeitet. Dieses Projekt wird an der Gemeindeversammlung im Dezember 2020 vorgestellt werden. Es wird mit Kosten von ca. 1,2 Mio. (+/- 30%) gerechnet. Die Integration der Horträumlichkeiten am gleichen Standort ist aus einer betrieblichen Sicht wünschenswert. Aber nicht nur das, da der Hortbereich die gleichen sanitären Einrichtungen mitnutzen kann, kommt die Primarschule relativ günstig zu mehr Raum.

Gerade derartige Lösungen sind notwendig, damit die Balance zwischen steigenden Schülerzahlen und einer angespannten finanziellen Situation gehalten werden kann.

Für die Primarschulpflege Turbenthal

Ueli Laib, Ressort Schulentwicklung & Öffentlichkeitsarbeit

Turbenthal, August 2020

 

Coronavirus – Hände waschen

Coronavirus – Elterninformation der Primarschule Turbenthal_11.6.2020

Die Primarschulpflege Turbenthal ist wieder komplett

Die steigenden Schülerzahlen und knappe finanzielle Ressourcen prägen die tägliche Arbeit der Primarschulpflege. Erfreulich ist, dass rasch eine Nachfolge der zurückgetretenen Finanzvorständin Melanie Bosshard gefunden werden konnte.

Silvia Isgrò neu in der Schulpflege

Vor den Sommerferien hat Melanie Bosshard aus persönlichen Gründen den Rücktritt per spätestens Ende 2019 aus der Primarschulpflege angekündigt. Melanie Bosshard war seit August 2015 in der Schulpflege und hat anfänglich das Ressort Sonderpädagogik betreut. Im Sommer 2018 hat sie dann das Ressort Finanzen übernommen. Die Primarschule Turbenthal verliert mit Melanie Bosshard ein engagiertes Mitglied mit ausgewiesenen Kenntnissen der finanziellen Abläufe in der öffentlichen Verwaltung.

Die Vakanz konnte rasch dank einer stillen Wahl geschlossen werden. Ende Oktober 2019 nimmt Silvia Isgrò Einsitz in der Primarschulpflege. Die Ressortverteilung (Konstituierung) wird zu diesem Zeitpunkt vorgenommen werden. Silvia Isgrò wird den Bereich Finanzen und Versicherungen übernehmen.

Nochmals mehr Schülerinnen und Schüler

Geburtenstarke Jahrgänge und eine ungebrochene Bautätigkeit führen seit einigen Jahren zu einer stetig wachsenden Anzahl Kinder an den Turbenthaler Primarschulen. Im Sommer 2019 wurde bereits der 7. Kindergarten eröffnet. Dieser befindet sich im Schulhaus Neubrunn. Carole Schärer unterrichtet dort neu die Kinder aus allen Aussenwachten (Neubrunn, Oberhofen, Seelmatten, Schmidrüti und Sitzberg).

Im Schulhaus Risi wird der zusätzlich bei der Sanierung geschaffene Schulraum bereits für eine weitere Klasse verwendet. Die neue erste Klasse wird von Sarah Schwab unterrichtet.

Weiter angespannte finanzielle Situation

Das Bevölkerungswachstum durch die Bautätigkeiten wirkt sich leider negativ auf die finanzielle Situation der Primarschule aus. Die Steuereinnahmen sinken einerseits effektiv und anderseits durch die steigenden Schülerzahlen ergibt sich ein immer kleinerer Betrag pro Kind. Basierend auf der gegenwärtigen Raumplanung in der Gemeinde ist eine Trendumkehr eher unwahrscheinlich.

Die Primarschule Turbenthal ist überzeugt, dass alle Schülerinnen und Schüler einen Anspruch auf eine gute Grundausbildung haben. Dazu gehören auch Kinder mit sonderpädagogischen Bedürfnissen, welche möglichst in der Regelschule beschult werden. Diese Massnahmen zahlen sich für die Kinder aber auch für die Gesellschaft langfristig aus. Diese gesetzliche vorgeschriebene Beschulung ist teuer und bedeutet für die Primarschule eine erhebliche finanzielle Belastung. Turbenthal, wie auch andere Gemeinden im Tösstal, weisen eine überdurchschnittliche Dichte an Kindern mit sonderpädagogischen Bedürfnissen aus.

Die Primarschule ist wohl bemüht die Ausgaben tief zu behalten, weiss aber auch, dass gewisse Sanierungsarbeiten und Investitionen auf längere Sicht nicht einfach aufgeschoben werden können. Im Bereich der Liegenschaften folgt die Primarschule zum Beispiel einer Mittelfristplanung, welche davon ausgeht, dass ab dem Jahr 2021/22 nochmals mehr Schulraum zur Verfügung gestellt werden muss. Im Rahmen der Einführung vom Medien- und Informatikunterricht ist auch im kommenden Jahr mit Investitionen und höheren wiederkehrenden Kosten zu rechnen.

Die Primarschulpflege wird der Stimmbevölkerung anlässlich der Budgetgemeindeversammlung eine Erhöhung des Steuerfusses um 2% vorschlagen. Im Gegenzug wird die politische Gemeinde den Steuerfuss um 2% senken, damit der Gesamtsteuerfuss unverändert bleiben kann. Die Primarschule Turbenthal ist sich bewusst, dass diese Massnahme zur Sicherstellung einer ausgeglichenen Rechnung nicht ausreicht.

Grundwasserwärmeverbund «Grund»

Im Zusammenhang mit der Sanierung der Schulanlage Risi wurde zur Beheizung der umliegenden Schulliegenschaften ein Grundwasserwärmeverbund erstellt. Der Brunnen zur Wasserentnahme und Rückgabe befindet sich neben dem Schulhaus Grund (Heilpädagogische Schule). In diesem Herbst werden nun auch das Schulhaus Grund und das Bibliotheksgebäude an den Wärmeverbund angeschlossen. Dadurch trägt die Schule ihren Beitrag zur Senkung vom CO2-Ausstoss und kann gleichzeitig auch die laufenden Kosten senken.

Verkauf vom «alten Handarbeitshüsli» in Schmidrüti

Die Primarschule konnte in Schmidrüti das alte Handarbeitshüsli erfolgreich verkaufen. Die sanierungsbedürftige Liegenschaft wurde seit vielen Jahren nicht mehr schulisch genutzt und auch bei steigenden Schülerzahlen war ein Einsatz im Rahmen vom Schulbetrieb nicht mehr denkbar. Aus diesem Grund wurde die Liegenschaft öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben und konnte schliesslich in diesem Sommer verkauft werden. Nicht betroffen von diesem Verkauf ist das Schulhaus Schmidrüti, welches weiter durch die Schule genutzt wird. Gegenwärtig besuchen 17 Kinder die Gesamtschule in Schmidrüti.

In den kommenden Monaten wird das Thema Grenzbereinigung wieder auf der Traktandenliste der Primarschulpflege stehen. Sobald Entscheide gefällt sind, werden wir darüber informieren.

Für die Primarschulpflege Turbenthal
Ueli Laib, Ressort Schulentwicklung & Öffentlichkeitsarbeit

Oktober 2019

 

Die Schulpflege hat am 2. Oktober an einer ganztägigen Klausurtagung die Legislaturziele erarbeitet für die Amtsdauer 2018 – 2022.

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Die neu zusammengesetzte Primarschulpflege: von links nach rechts; hinten: Julian Burkhard, Marcel Bischof, Gabriella Pfaffenbichler, Melanie Bosshard; vorne: Samuel Rüeger, Ueli Laib, Alexandra Fuhrer